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Die Olympische Idee läuft um die Welt
Jahr für Jahr finden überall auf der Welt ganz besondere Laufveranstaltungen statt: offen für alle, die sich für den Sport und die Olympische Idee begeistern. Bereits seit 1987 richten die Nationalen Olympischen Komitees jedes Jahr den Olympic Day Run aus, um zum einen an die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu erinnern und zum anderen die Olympischen Werte wie Toleranz, Fair Play und Gleichberechtigung zu feiern.
Der Plan der "Sport for all"-Kommission des IOC, die verbindende Kraft des Sports und der Olympischen Bewegung alljährlich weltweit mit dem Olympic Day Run zu feiern, wurde erstmals 1987 mit 45 teilnehmenden Nationen realisiert. Dem IOC-Gremium war es damit gelungen, einer Idee, die 39 Jahre zuvor auf der 42. IOC-Session in St. Moritz ihren Ursprung hatte, neues Leben einzuhauchen. Damals hatte die Vollversammlung beschlossen, den 23. Juni als Olympic Day festzulegen, angelehnt an den Gründungstag des IOC am 23. Juni 1894 in Paris. Noch im gleichen Jahr, am 23. Juni 1948, wurde der Olympic Day in neun Ländern (Österreich, Belgien, Kanada, Großbritannien, Griechenland, Portugal, Schweiz, Uruguay und Venezuela) gefeiert.
Traditionell und zeitgemäß
Die einstigen Ziele haben in den letzten 20 Jahren nicht an Aktualität verloren. Der Olympic Day Run bewegt weltweit Menschen, die unabhängig von Herkunft, Religion, Alter oder Geschlecht zusammenkommen, um Sport zu treiben. Beim gemeinsamen Lauf wird ihnen gewahr, dass sie Teil einer weltumspannenden und völkerverbindenden Bewegung sind. Nicht Zeiten und Platzierungen, sondern einzig die Teilnahme zählt beim vor Ort vom jeweiligen Nationalen Olympischen Komitee organisierten Event.
Ebenso sind der 23. Juni sowie die Wochenenden davor und danach als Veranstaltungstage erhalten geblieben.
Verändert hat sich unterdessen das Gesicht des Olympic Day Runs. Viele Nationen haben die ursprünglich reinen Laufveranstaltungen zu großen landesweiten Festlichkeiten weiterentwickelt. Der traditionelle 10km-Lauf ist abgewandelt worden, um mehr Teilnehmer anzuziehen. Die Strecken variieren heute von 100m bis zu Marathon-Veranstaltungen. Nicht mehr nur laufend, sondern auch auf Inline-Skates, im Nordic-Walking-Stil, mit dem Fahrrad, manchmal sogar schwimmend bewältigen die Hobbyathleten die Distanzen. Einige Länder haben den Lauf in den Lehrplan der Schulen integriert. Vielerorts findet der Olympic Day Run im Rahmen großer Sportveranstaltungen oder kultureller Ausstellungen statt.


