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24 Stunden für Fair Play

Etwas sehr spontan kam die DOG-Jugend ebenso wie der Athlet Danny Strasser zu einem Snowboardweltrekordversuch im Österreichischen Heiligenblut am Großglockner. Ziel war es, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Höhenmeter zu sammeln.

Drei Skifahrer aus Österreich und Deutschland sowie ein Snowboarder wollten den aktuellen Weltrekord im 24 Stunden-Höhenmeter-Fahren vom Tiroler Ausdauersportler Franz Venier (Rangger Köpfl bei Innsbruck) mit 92.160 Höhenmeter einstellen. Unter dem Motto „24h für Fair Play“ war die DOG-Jugend mit im Team von Danny Strasser und betreute diesen vor Ort.

Eine sportliche Extremleistung aus Sicht des Snowboarders Danny Strasser, der bereits mehrere Dauerrekorde im 24h Rennen sowie 7 Tage Rennen aufgestellt hat, bei denen er Spitzengeschwindigkeiten über 120km/ h auf der Piste gefahren ist: Erst eine Woche vor Start erfuhr der Athlet von der Veranstaltung und meldete sich spontan und ohne jegliche Vorbereitung an. Über ein Internet-Sportportal nahm er Kontakt zu Dennis Buttler auf, der sich in der DOG-Initiative Fair Play engagiert. Dieser stellte sich Danny Strasser kurzweg als Teamer zur Verfügung. So entstand um Bruder Benny Strasser sowie zwei weiteren Supportern das Fair Play Team, welches sich während des 24-Stunden-Rennens unter anderem um die Ernährung und alle weiteren Belange gekümmert hat.

Am Samstag, 14.03.2009 fiel um 14 Uhr an der Schareck-Bergstation der Startschuss. Am Start war Dauerski-Weltrekordhalter Christian Flühr, die beiden Mölltaler Lokalmatadoren und Herausforderer Heinrich und Balthasar Egger und als einziger Snowboarder Danny Strasser. Stolze 2,29 Meter Snowboardlänge verhalfen zu Höchstgeschwindigkeiten weit über 100 km/h. Von Anfang an fiel das faire Verhalten des Liftpersonals allen Beteiligten gegenüber auf: Ob das Snowboard aus der Gondel gehievt oder an der Talstation ein Ski geöffnet werden musste, immer war jemand unaufgefordert zur Stelle und stellte sich in den Dienst von Fair Play.

Bereits nach wenigen Abfahrten wurde dem Extremsportler bewusst, dass er das enorme Tempo der Egger-Brüder nicht halten konnte und sein eigenes Tempo fahren musste. Auf der mittlerweile frisch präparierten Piste schaffte es Strasser seine Höchstgeschwindigkeit auf rund 130 km/h hochzuschrauben und fuhr die 802 Höhenmeter Abfahrt im ausklingenden Tageslicht in 1,5 Minuten (Spitzenzeiten). Der Einbruch der Dunkelheit sorgte für einige Stürze der Athleten, so brach sich Heinrich Egger bei einem schweren Sturz ein Fußgelenk und zog sich zudem einen Kreuzbandanriss zu. Deshalb entschied sich Danny Strasser zusammen mit seinem Team um 21 Uhr bis zum Morgengrauen auszusetzen. Mit 33.684 Höhenmetern hatte er sich bereits ein gutes Polster verschafft, um sein Ziel neu definiertes Ziel von 60.000 Höhenmetern zu erreichen.

Am frühen Morgen gegen 6 Uhr setzte er sein Fair Play Rennen fort. Christian Flühr hatte um 1 Uhr mit 37.694 Höhenmeter und einem gebrochenen Skischuh aufgegeben, somit war Balthasar Egger nur noch allein auf der gut 2 km langen Piste unterwegs. Unter dem tosenden Beifall mehrerer hundert Zuschauer fuhren Balthasar Egger und Danny Strasser am Sonntag gegen 14 Uhr ins Ziel. Balthasar hat den Weltrekord auf unglaubliche 103.458 Höhenmeter geschraubt, Strasser konnte mit 62.556 Höhenmetern einen Snowboard-Weltrekord bei neun Stunden „Zwangspause“ verbuchen.

Columbia stattete die 24h Fair Play Botschafter mit warmer Kleidung aus:
Stellv. Bundesjugendausschußvorsitzender Dennis Buttler, Stefan Strobel,Weltrekordhalter Danny Strasser, Tobias Bürkle und Benny Strasser.

 

 

 

Text und Bilder: Dennis Buttler