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Aktuelle Ausgabe

Zum Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe - mit Leseprobe
Natürlich ist der Name auch Programm. Es darf, liebe Leserinnen und Leser, also nicht verwundern, wenn die Zeitschrift "Olympisches Feuer" mal wieder fernab vom Rhythmus der Spiele mit olympischen Schwerpunkten von außergewöhnlicher Bandbreite aufwartet. Die nationale wie internationale und sogar die historische olympische Gemengelage bilden das inhaltliche Raster. Münchens Niederlage im Bewerbungskraftakt um die Winterspiele 2018 taucht dabei in verschiedenen Bewertungsvarianten auf. Ob glossierend oder nüchtern betrachtet, Grundtenor bleibt: Die Sympathien für einen neuerlichen Anlauf überwiegen.
Wobei allerdings auch ein generelles Plädoyer für künftige deutsche Anstrengungen um die Ausrichtung der Spiele - ob Winter oder Sommer - nicht fehlt. Doch unabhängig von nationalen Ambitionen mit den Blicken auf München oder Berlin werden in dieser Ausgabe die olympischen Entwicklungsprozesse in einer sich verändernden Welt des Sports, der Politik und der Wirtschaft kritisch betrachtet. Zum aktuellen Ruf nach olympischer Erneuerung passt auch die Rückblende auf ein Ereignis vor 30 Jahren. 1981 hat der "Olympische Kongress" in Baden-Baden Revolutionäres hervorgebracht. Sich heute zeitgemäß daran zu orientieren heiße, der olympischen Welt ihr Zukunftsprofil zu verpassen. Bilanzierendes Lob gilt auch einem olympischen Pflänzchen, das seit zwanzig Jahren blüht und gedeiht.
Special Olympics Deutschland ist die Bewegung, die geistig und mehrfach behinderten Menschen über den Sport Lebensfreude schenkt und ein nicht hoch genug zu bewertendes Gemeinschaftsgefühl vermittelt. Eine andere olympische Rückschau prägt die Jubiläumszahl "75". Olympia 1936 wird auf diesem Wege einmal mehr zum inhaltlichen Pflichtprogramm. Interessanter Nebenaspekt in einem weiteren Beitrag: Die olympische Vergangenheit des Sportlers Willi Daume. Wie auch immer der Erneuerungsprozess im Zeichen der Ringe voranschreitet - als Nabel der Sportwelt dürften sich die Olympischen Spiele weiter behaupten. Gänzlich ungefährdet sicher nicht, denn dazu überschlagen sich im sportlich geprägten weltweiten Unterhaltungszirkus die Ereignisse zu schnell.
Dass sie im Elektronikzeitalter immer neuen Schub bekommen, wird in diesem Heft ebenfalls kritisch beleuchtet. Hinter der galoppierenden Faszination stehen immer mehr Fragezeichen. Denn die sportliche Bodenhaftung zu verlieren beeinträchtigt das Geschehen auf der großen Bühne wie im persönlichen Handeln. Auch dazu in dieser OF-Ausgabe einige Erkenntnisse, sozusagen als Überleitung zu anderen Themen des Sportalltags, die unser Angebot in gewohnter Vielfalt vervollständigen. Und die deutlich machen, das die Bodenhaftung in der Sportlandschaft allen Auswüchsen und Fehlentwicklungen zum Trotz doch noch weit verbreitet ist.
Ihr Harald Pieper
Chefredakteur

