Aktuelles

10.07.2017
Aktuelles aus der Bundesgeschäftsstelle

Die Bundestagung der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V. findet am 21. Oktober 2017 im...

30.06.2017
Plakette für besondere Leistungen im Sport

AOK Nordost durch Deutsche Olympische Gesellschaft für soziales Engagement bei der AOK-Kitajade...

30.06.2017
Cottbus

Erfolgreiche KITA-Olympiade

18.06.2017
Reutlingen

14 Jahre Patenschaften der DOG-Kreisgruppe Reutlingen

18.06.2017
Odenwald

50 Odenwälder Sporttalente geehrt

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Aktuelle Ausgabe

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Manipulation, Korruption, Chaos, große Worte, peinliche Taten, volle Kassen, leere Versprechen, spektakuläre Pleiten: Das Negativ-Stichwortregister zur Olympischen Bewegung und zum ganzen sportlichen Welttheater wird lang und länger. Und die Sündenfälle im Ereignis-Kalender verdrängen immer häufiger die Ergebnisse oder werfen sie - siehe verspätetes Doping-Medaillen-Monopoly - über den Haufen. Wer sich unter solchen Begleitumständen das Sportinteresse nicht gänzlich vermiesen lässt, der muss schon hart gesotten sein. Auch wir legen, liebe Leserinnen und Leser, in dieser Ausgabe mit einer Reihe von problembeladenen Themen und kritischen Betrachtungen mal wieder ein Barometer der Leidensfähigkeit an. Keine Frage - Olympia steht vor der Werte-Insolvenz. Selbst immer mehr Bürgervoten zeigen national wie international auf: Mit den Spielen ist kein Staat mehr zu machen. Die verbitterten Grüße aus Rio passen dazu.

Apropos Bürgerbefragungen: Wenn es also gar zu dicke kommt, dann funktioniert er offensichtlich noch, der gesunde Menschenverstand. Eine These, die auch den jüngsten Weichenstellungen im deutschen Sport viel Skepsis entgegen bringen dürfte. In der Dauerdiskussion bleibt nämlich die Forderung nach mehr schwarz-rot-goldenen Medaillen beim internationalen Kräftemessen. Um die zu erfüllen, ist gerade der Startschuss für eine große Spitzensport-Reform erfolgt. Und dieses Reformvorhaben birgt schon in seiner Entstehungsphase so viele Ungereimtheiten, dass man nur staunen kann. Der deutsche Sport auf einem Zick-Zack-Kurs ins Ungewisse? Auf einem Holperweg zu mehr Medaillen, die von einer breiten Öffentlichkeit zunehmend kritisch betrachtet werden? Mit den Bewertungen und Kommentierungen in dieser OF-Ausgabe wollen wir erneut ein wenig dazu beitragen, den klaren Durchblick zu behalten.

An dieser Stelle gilt es zudem, ein paar Änderungen im "Innenleben" unserer Zeitschrift bekannt zu geben. Steffen Haffner, guter Freund, versierter Autor und geschätzter Mitstreiter über viele Jahre, hat sich aus persönilichen Gründen aus dem Herausgeber-Kollegium verabschiedet. Der herzliche Dank der Redaktion, des Verlages und der gesamten DOG für sein Wirken sollte noch lange nachklingen - nicht zuletzt deshalb, weil Steffen Haffner uns als Autor erhalten bleibt. Neu im Herausgeber-Gremium dürfen wir Bianka Schreiber-Rietig und Professor Dr. Wolfgang Buss willkommen heißen. Die bekannte freie Journalistin und der renommierte und auch um die DOG verdiente Sportwissenschaftler sind mit ihrer publizistischen Visitenkarte im OF bekanntlich schon seit Jahren präsent. Das gute Omen für die Zukunft ergibt sich also von selbst. Unser "Feuer" brennt weiter.


Ihr Harald Pieper


Chefredakteur