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DOG trauert um Juan Antonio Samaranch

News vom 21.04.2010

Der ehemalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch, ist tot. Der Spanier ist am Mittwoch in einer Klinik in Barcelona im Alter von 89 Jahren gestorben. Samaranch hatte das IOC von 1980 bis 2001 geleitet.

Der am 17. Juli 1920 in Barcelona als Sohn eines Textilfabrikanten geborene Juan Antonio Samaranch hat ein Leben zwischen Sport, Politik und Wirtschaft geführt. 1967 wurde er zum spanischen NOK- Präsidenten befördert, bereits ein Jahr vorher erfolgte die Berufung in das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Im IOC stieg Samaranch schnell zum Protokollchef und Mitglied des Exekutivkomitees (1970 bis 1978) auf, die letzten vier Jahre als Vizepräsident. Nach dem Sturz von Franco schickte ihn die erstmals demokratisch gewählte spanische Regierung als Botschafter für die Sowjetunion und die Mongolei nach Moskau. Es war ein absichtsvolles Manöver, um einen Spanier in die höchste Position des Weltsports zu bringen. Tatsächlich trugen die engen Beziehungen zum kommunistischen Lager wesentlich dazu bei, dass Samaranch am 16. Juli 1980 vor der Kulisse der Boykott-Spiele in Moskau zum siebten IOC-Präsidenten gewählt wurde.

Wegen einer akuten Herzschwäche war Samaranch im Krankenhaus behandelt worden. Kurz vor seinem Tod hatten die Ärzte in einem Bulletin mitgeteilt, dass der frühere IOC-Präsident sich in einem „irreversiblen Schockzustand“ befinde.

Samaranch hatte bis kurz vor seinem Tod trotz seines hohen Alters ein hartes Arbeitspensum absolviert. Er war schon seit mehreren Jahren gesundheitlich angeschlagen gewesen. 2001 wurde er in Lausanne wegen „extremer Erschöpfung“ in ein Krankenhaus gebracht. Sechs Jahre später erlitt er in Madrid einen Schwächeanfall. Zuletzt wurde er im Herbst 2009 in Monaco wegen einer Ohnmacht in einem Krankenhaus behandelt.

 

Das Präsidium der Deutschen Olympischen Gesellschaft möchte den Angehörigen und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zum Tod des Ehrenpräsidenten ihre herzlichste Anteilnahme aussprechen.

 


Quelle: dpa vom 21.04.2010