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„Ich will aufs Treppchen“ - Ein voller Erfolg!

News vom 18.10.2010

Die Zweigstelle Stuttgart lud gemeinsam mit dem Wirtem­berg-Gymnasium Stuttgart Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse ein, um gemeinsam mit erfolgreichen Athleten über Themen wie "Leistung macht Spaß", "Wie vereinbare ich Schule und Training?"und "Wie gehe ich mit Rückschlägen und Niederlagen um?" zu diskutieren.

Rund 120 Schülerinnen und Schüler verfolgten gespannt der von SWR-Sportredakteur Holger Kühner geleiteten Informations- und Podiumsrunde. Das Podium setzte sich aus der erfolgreichen Trampolin­turnerin Leonie Adam, der ehemaligen Weltklassekanutin Claudia Driehorst, der Kunstturnerin Marie-Sophie Hindermann, dem Fußballtalent Joshua Kimmich, der Kugelstoßerin Lena Urbaniak und dem Hoffnungsträger im Zehnkampf Achim Sparakowski zusammen.

Von links nach rechts: Holger Kühner (Moderator SWR), Achim Sparakowski (Zehnkampf), Herbert Wursthorn (Olympiastützpunkt Stuttgart), Lena Urbaniak (Kugelstoßen), Thomas Grimminger (Olympiastützpunkt Stuttgart), Joshua Kimmich (Fußball), Hans Peter Haag (DOG Stadtgruppe Stuttgart), Marie-Spohie Hindermann(Kunstturnen), Karl Weber (stv. Schulleiter Wirtemberg-Gymnasium), Leonie Adam (Trampolinturnen) und Claudia Driehorst (Kanusport).

Bereits einige Wochen vorher hatten sich die Schüle­rinnen und Schüler im Unterricht mit dem Thema „Werte, Fairness, Toleranz, Freundschaft durch Sport, Teamgeist und Völker­verständigung“ auseinandergesetzt. Deshalb brannten viele Fragen unter den Nägeln.

Hol­ger Kühner gelang es die jungen Gesprächsteilneh­mer bei Laune zu halten und Ihr Interesse am Thema zu wecken. Aber auch die Sportler taten mit Ihren of­fenen und sympathischen Beiträgen ein Übriges dazu. Beispielsweise Leonie Adam vom MTV Stuttgart, die jetzt ganz aktuell in Singapur bei den ersten Youth Olympic Games teilgenommen hat. Sie berichtete von ihrer großen Reise, den tollen Eindrücken und wie dankbar sie war, dass Trainer und Eltern vor Ort waren, die sie aufgefangen haben und ihr die nötige Unterstützung für einen guten Wettbewerb im Trampolinturnen gegeben haben.

Claudia Driehorst erzählte von der Faszination des Kanusports. Es sei einfach toll, sich in der Natur zu bewegen. Aber nicht alles sei bei ihr immer steil nach oben gegangen. So sei ihr Boot einmal nach einem erfolgreichen Wettbewerb um 98 Gramm für zu leicht befun­den worden, weshalb der Sieg aberkannt wurde. Aber sie habe daraus gelernt, dass man nach Niederlagen, egal in welcher Situation, weiter machen muss und sich irgendwann auch das Blatt wendet, sich also Ausdauer auszahlt.

Auf die Frage wie man zum Kugelstoßen kommt, antwortete Lena Urbaniak, dass sie alles mal ausprobiert habe und sie an der Leichtathletik und insbesondere am Ku­gelstoßen am meisten Gefallen gefunden hatte. Sie wohne jetzt mittlerweile im Haus der Athleten beim Olympiastützpunkt Stuttgart, was eine ziemliche Umstellung war, und sie am Anfang auch unsicher war, ob sie sich richtig entschieden hatte, so die U18-Weltmeisterin. Aber für sie gab es ganz klar ein Ziel vor Augen und deshalb werde sie alles daran setzten um erfolgreich zu sein.

Achim Sparakowski hat ganz aktuell mit dem Thema Niederlage und Rückschritt zu kämpfen. Vor wenigen Wochen riss bei einem Stabhochsprungwettbewerb das Kreuzband, deshalb ist er derzeit auf Krücken unterwegs. Für ihn sei immer klar gewesen, dass er nach der Schule noch eine Herausforderung, einen gewissen Nervenkitzel brauche. Es mache Spaß sich ein­fach persönlich zu fordern und den inneren Schwei­nehund zu überwinden. Man müsse kämpfen, dass sei schließlich beim Lernen auch so.

Auch Marie-Sophie Hindermann ist derzeit verletzt und blickt mit ein wenig Wehmut nach Rotterdam, wo in diesem Jahr die Kunstturn-Weltmeisterschaften ohne sie stattfinden. Für sie sei es enttäuschend, dass sie bei einer WM nicht an den Start gehen könne, aber das oberste Ziel für sie sei London 2012. Marie-Sophie Hindermann ist dankbar für die Unterstützung an der Eliteschule des Sports und dem Wirtemberg-Gymnasium. Sie hätte ihre Leistung nie erbringen können, wenn diese Rückendeckung nicht gegeben wäre.

Wenn jemand Leistungssport betreiben will, so sind sich alle Po­diumsteilnehmer einig, müsse das einfach Spaß ma­chen, man muss willensstark sein und auch ehrgeizig. Nach gut eineinhalb Stunden war die interessante und ab­wechslungsreiche Diskussion zu Ende. Viele der Schüler spürten, wie wichtig die mit dem Sport verbundenen Werte auch für ein erfolgreiches Abschneiden in der Schule sein können.

Nach dem erfolgreichen Auftakt wird die Zweigstelle Stuttgart gemeinsam mit den anderen Eliteschulen des Sports und in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt diese Diskussionsrunde entsprechend im nächsten Jahr fortführen.

Quelle: Zweigstelle Stuttgart

www.dog-stuttgart.de