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Prominenz im Spiegelsaal

News vom 30.11.2010

Am 24. November 2010 war der Spiegelsaal der Residenz Schloß Neuhaus der Schauplatz des 5. Olympischen Abends des Hochstift Paderborn der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V.

Zum Thema "Frauenpower im Sport" diskutierten unter der Leitung des Moderators und ZDF-Chefreporters Wolf-Dieter Poschmann, Margit Budde, Irene Sebens, Ellen Wessinghage, Heike Käferle, Anke Zillmann sowie Christian Klaue.

 

Die Herren von links: Willi Schluer, Heiner Kortebusch, Christian Schlichter, Norbert Böse, Christian Klaue und Wolf-Dieter Poschmann, sowie die Frauen (v.l.) Heike Käferle, Ellen Wessinghage, Irene Sebens, Margit Budde und Anke Zillmann.

Foto: Marc Köppelmann

V.l.: Hans Laven, Norbert Böse und Margit Budde.

Foto: Marc Köppelmann 

An diesem Abend wurde die Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft für besondere Leistungen im Sport an die Sparkasse Paderborn, vertreten durch Vorstandsvorsitzenden Hans Laven, verliehen. Die Sparkasse hatte sich durch eine großzügige Spende für das Projekt "Kinder bewegen" der Deutschen Olympischen Gesellschaft verdient gemacht. 

Die Turnabteilung des TSV 1887 Schloß Neuhaus entsandte seine Gruppe  'Die Schlossmäuse', welche das Publikum sowie die Podiumsteilnehmer mit einem Tanz erfreuten.

 Die Schlossmäuse des TSV 1887 Schloß Neuhaus.

Foto: Marc Köppelmann

Frauen an die Macht

Experten diskutierten beim Olympischen Abend im Neuhäuser Spiegelsaal

Zu Beginn der Olympischen Spiele 1896 waren aktive Frauen noch Fehlanzeige. Bei den vergangenen Spielen in Peking und Vancouver lag die Quote immerhin bei über 40 Prozent. Vor allem auf Funktionärsebene fühlen sich Frauen aber immer noch unterrepräsentiert.

Das wurde bei der Diskussionsrunde während des Olympischen Abends im Spiegelssal im Schloß Neuhaus deutlich. Für Gastgeberin Margit Budde gibt es zu wenig Frauen als Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und bei der Verbandsarbeit. So ständen in den 97 Sportverbänden nur sechs Frauen an der Spitze. "Wir haben noch viel zu tun, deshalb bin ich mittlerweile auch für eine Quote", erklärte die Vorsitzende der Bezirksgruppe Hochstift Paderborn der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) und frühere Fechterin.

Eine Lanze für mehr Frauen im Sportbereich brauch auch Pressesprecher Christian Klaue (Deutscher Olympischer Sportbund). "Frauen müssen wegen ihres großen Potenzials stärker einbezogen werden", meinte Klaue. Eine wissenschaftliche Erklärung, warum das bisher nicht so ist, habe er nicht. Er bemängelte zusammen mit DOG-GEschäftsführerin Irene Sebens die "mangelnde Präsenz von Frauen in den Medien". Dass Frauen nicht so stark wahrgenommen werden wie Männer, die das Spiel mit der Macht besser beherrschten, meinte auch GEschäftsführerin Heike Käferle von der Paderborner Team GmbH.

Das rief ZDF-Sportchefreporter Wolf-Dieter Poschmann auf den Plan, der eigentlich die Runde nur moderieren sollte. "Wen wir zeigen, hängt nicht vom Geschlecht, sondern von den jeweiligen Erfolgen ab", stellte er vor rund 160 geladenen Gästen klar.

Ein gelungenes Beispiel dafür, dass auch ehemalige erfolgreiche Sportlerinnen den Schritt ins Traineramt wagen, verkörpert die Paderbornerin Anke Zillmann. Die 42-Jährige spielte früher Zweitliga-Volleyball. Heute trainiert sie in ihrer Freizeit junge Frauen und ist Projektleiterin des Volleyball-Bündnisses Paderborn. "Zwei Drittel der Sportlerinnen sind am Traineramt interessiert, aber Frauen bekommen häufig weniger Geld", schilderte Zillmann. Im Training könnten Mädchen mal ihre eigenen Kräfte spüren.

Von einem Geschlechterkampf um Positionen im Sport waren alle Podiumsteilnehmerinn dennoch ein Stück weit entfernt. "Frauen- und Männerpower schließt sich nicht aus. Sie sollten sich ergänzen und nicht gegeneinander konkurrieren", meinte die frühere Mittel- und Langstreckenläuferin Ellen Wessinghage.

In der Paderborner Verwaltung gibt es - zumindest was die Frauenquote betrifft - keine Probleme. "Frauen sind hochqualifiziert und engagiert. Wir überlegen im Amt, eine Jungenquote einzuführen", lobte Bürgermeister Heinz Paus mit einem Lächeln im Gesicht. Weit über 60 Millionen Euro für sie sportliche Infrastruktur Paderborns könnten sich sehen lassen, meinte er. Der Breitensport erlebe in Paderborn gar eine Hoch-Zeit.

Quelle: Neue Westfälische, 25.11.2010, von Andreas Götte.