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Rems-Murr

News vom 17.01.2017

„Mythos Olympische Spiele“ im Fürstentum Liechtenstein

Über tausend Jahre wurden die Olympischen Spiele in der Antike abgehalten. Doch was weiß man über den Sport in dieser Epoche? Wo und wann fanden die Spiele ihren Ursprung? Was für Sportarten wurden zur damaligen Zeit in Olympia ausgetragen und welche Erben existieren davon heute noch bei den Spielen der Neuzeit? Waren die Teilnehmer Profisportler oder Amateure? Wie ehrte man den siegreichen Athleten? An welchem Ort fanden die Sportwettkämpfe in der Antike statt? Warum richtete man diese sportlichen und musischen Agone überhaupt aus?

Um den Mythos Olympischer Spiele näher zu ergründen, reisten sieben Olympier der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) Stadtgruppe Stuttgart, der Kreisgruppe Ludwigsburg und des Olympischen Fördervereins Stuttgart e.V. – unter der Leitung der DOG Kreisgruppe Rems-Murr – am vergangenen Samstag nach Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums Liechtenstein.
Nach einer knapp vierstündigen Fahrt machte die Gruppe kurz vor der österreich-liechtensteinischen Grenze im dicht verschneiten Feldkirch Mittagspause. Bei köstlichen Vorarlberger Schmankerl durfte die interessierte Gruppe dem ehemaligen Ressortleiter „Ausbildung“ des Liechtenstein Olympic Committee (LOC) Herrn Helmut Gopp Fragen zu Themen der Olympischen Kleinstaaten Spiele (Games oft he small States of Europe) – deren Gründungsidee anlässlich des Olympischen Kongresses 1981 in Baden-Baden diskutiert wurde – stellen. Ebenso erfuhr man aus erster Hand von den mannigfaltigen Aufgaben eines Chef de Mission.

Nach einem spannenden Olympia-Diskurs begab sich die Gruppe anschließend in Liechtensteins Hauptstadt Vaduz. Im ortsansässigen Landesmuseum wurde die Gruppe von Frau lic. phil. Sabina Braun begrüßt und durch die Ausstellung „Mythos Olympische Spiele – Von der Antike bis zur Gegenwart“ geführt. Begleitet wurde die Gruppe zudem – auf Einladung der DOG – durch den Präsidenten des Liechtensteinischen Schützenverbandes Herrn Josef Brendle, um somit die Möglichkeit zu erhalten, einen echten liechtensteinischen Olympiateilnehmer der Spiele von Barcelona 1992 persönlich kennenzulernen.

In einer äußerst kurzweiligen und sehr ansprechenden Führung zeigte und erläuterte Frau lic. phil. Sabina Braun dem aufmerksamen Auditorium zahlreiche Exponate wie zum Beispiel die berühmten Marmorstatuen des Diskuswerfers des Myron und eines Wagenlenkers, die zuvor noch nie außerhalb der Vatikanischen Museen in Rom gezeigt wurden. Zudem gab es die Marmorstatue eines Faustkämpfers des Bildhauers Koblanos aus Aphrodisias aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, Preisamphoren der Panathenäischen Spiele sowie attische Gefäße mit Darstellungen von Sportlern des 6. und 5. Jh. v. Chr. aus den Vatikanischen Museen sowie dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, dem Archäologischen Museum von Campi Flegrei und dem Historischen Archäologischen Museum in Nola zu sehen.

Durch die Kooperation zwischen dem LOC und dem Olympischen Museum in Lausanne, wurden die Olympischen Spiele der Neuzeit durch besondere Exponate – wie beispielsweise den Boxhandschuhen und der Fechtmaske von Baron Pierre de Coubertin, der Fechterausrüstung von IOC-Präsident Thomas Bach, dem Kleid und den Schlittschuhen der Eiskunstläuferin Liliane Crosa und viele weitere Requisiten diverser Sportarten von bekannten Sportlern erläutert. Den Abschluss der Ausstellung bildeten zahlreiche olympischen Fackeln, Siegermedaillen von Liechtensteiner Sportgrößen sowie Skulpturen von Nag Arnoldi, Domenico Paulon und Auguste Rodin. In diesem Bereich der Ausstellung konnten zahlreiche Gruppenmitglieder mit ihrem Olympia-Fachwissen auftrumpfen und mit Frau lic. phil. Sabina Braun und den anderen Olympiern fachsimpeln.

Am Ende der Führung fand Roland Krimmer von der DOG Kreisgruppe Rems-Murr lobende und anerkennende Worte für die hervorragend geführte Museumstour und bedankte sich im Namen der gesamten Gruppe bei Frau lic. phil. Sabina Braun, und sprach zudem seinen großen Dank an das Liechtensteiner Landesmuseum aus, welches die Olympiagruppe an diesem Tage als Gäste beheimatete. Mit großem Applaus wurde dies durch die gesamte Reisegruppe goutiert.

Zum krönenden Abschluss wurden die DOGler von LOC-Generalsekretär und Geschäftsführer (in Personalunion) Herrn Beat Wachter empfangen, was für die ganze Gruppe eine besondere Ehre und Auszeichnung darstellte. Herr Wachter zeigte in einem kleinen Abriss die Geschichte des LOC sowie die aktuelle sportliche Situation – in Bezug auf das anstehende „Winter European Youth Olympic Festival“ und der Olympischen Winterspiele 2018 – aus liechtensteiner Sicht auf. Darüber hinaus würdigte Herr Wachter anerkennend und mit Freude das große Interesse der Mitglieder der Deutschen Olympischen Gesellschaft an der liechtensteiner Ausstellung „Mythos Olympische Spiele – Von der Antike bis zur Gegenwart“. Anschließend erhielt noch jedes Gruppenmitglied eine Ausgabe der Festschrift „75 Jahre Sport in Liechtenstein“ als Geschenk. Nachdem Roland Krimmer sich mit einem Gastgeschenk bei Herrn Generalsekretär Beat Wachter für den Empfang bedankte und von einer Würdigung und Anerkennung für die Deutsche Olympische Gesellschaft sprach, trat die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen zufrieden die Rückreise an.


Michael Uhden, Petra Schwegler, Jörg Schaal, Hans Peter Haag, Alexander Hüfner, Daniel M. Barbist
Fotograf: Roland Krimmer


Michael Uhden, Hans Peter Haag, Alexander Hüfner, Petra Schwegler,
Ressi Gopp, Jörg Schaal, Helmut Gopp, Daniel M. Barbist
Fotograf: Roland Krimmer


Petra Schwegler, Roland Krimmer, Hans Peter Haag, Michael Uhden, Alexander Hüfner,
Jörg Schaal, Daniel M. Barbist, lic. phil. Sabina Braun, Beat Wachter, Josef Brendle
Fotograf: Mitarbeiterin LiechtensteinischesLandesMuseum