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News vom 18.06.2017

50 Odenwälder Sporttalente geehrt

Am Freitagabend, den 24. März ehrte die Odenwälder Zweigstelle der Deutschen Olympischen Gesellschaft mit ihrer Aktion „Junge Könner brauchen Gönner“ bereits zum 22. Mal herausragende Nachwuchssportler aus dem Odenwaldkreis. Tischtennisspielerin Marlene Reeg aus Brombachtal und Jule Peters aus Reichelsheim erhielten Stipendien.

Über 100 Sportler, Angehörige und Gästen aus Sport und Politik versammelten sich am Freitagabend, den 24. März 2017 in der Erbacher „Sporthalle am Treppenweg“, um der Ehrung von insgesamt 50 jungen Sportlern beizuwohnen. Unter den Ehrengästen waren unter anderem Landrat Frank Matiaske sowie sechs Bürgermeister aus dem Odenwaldkreis. Direkt mit der eröffnenden Begrüßung vermeldete der 1. Vorsitzende der Odenwälder DOG, Johann Weyrich, einen anhaltenden positiven Trend in der Unterstützung dieser Aktion. Dank der zahlreichen Unternehmenspartner und vielen privaten Spendern wurden an diesem Abend so viele Sportler gefördert wie nie zuvor. 50 Nachwuchsathleten, die im Jahr 2016 auf Landes-, Bundes- oder auf internationalem Niveau erfolgreich waren, erhielten Förderungen im Gesamtwert von über 7.000 Euro. Diese positive Entwicklung nahmen alle Anwesenden mit großer Freude zur Kenntnis. Stellvertretend dankte Landrat Frank Matiaske der DOG Odenwald für ihr unermüdliches Engagement, den Sport, die Jugend und die Region mit Aktionen wie „Junge Könner brauchen Gönner“ nachhaltig zu unterstützen.

Der Einladung folgten viele hoffnungsvolle Talente aus Kampf- und Tanzsport, Reiten, Sommerbiathlon, der Rhythmischen Sportgymnastik, der Leichtathletik, dem Schieß- und Radsport oder dem Rennrodeln. Sie alle eint, dass sie einen immensen Trainingsaufwand mit bis zu 20 Stunden wöchentlich betreiben, verbunden mit hohen Material- und Fahrtkosten zu Kaderlehrgängen, Trainingslagern oder Wettkämpfen. Um ihren Einsatz und ihre Leidenschaft zu belohnen und ihre Motivation weiter hoch halten, unterstützt die DOG Odenwald diese Athleten tatkräftig, mit der Hilfe von insgesamt 33 Sponsoren.

Zwei von Ihnen haben gar ein Stipendium erhalten. Nach Timo Boll und Patrick Franziska könnte Marlene Reeg, die dritte Odenwälder Nachwuchshoffnung aus dem Tischtennis werden, die den Sprung in die Nationalmannschaft schafft. Die Brombachtalerin, der seit Geburt der linke Unterarm sowie die Hand fehlt, spielt national auf Topniveau und ist in der Weltrangliste auf Rang 15 angekommen. Die 16-Jährige wurde im vergangenen Jahr zum wiederholten Male Deutsche Meisterin sowohl bei den Juniorinnen als auch bei den Erwachsenen. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung der DOG“, sagt Marlene Reeg. „Es ist eine Anerkennung für mein Training und meine harte Arbeit, und es ist schön zu sehen, dass mein Sport wahrgenommen wird. Zudem hilft mir das Stipendium finanziell sehr. Allein die Fahrten zu den Trainingseinheiten belaufen sich auf 500 Kilometer - monatlich!“, weiß die Athletin, die für den SV Ober-Kainsbach startet und die jüngst in den C-Kader des Deutschen Behindertensportbundes sowie in den Perspektivkader für Tokio 2020 berufen wurde. 2017 möchte sie vor allem viele Erfahrungen bei den Team-Weltmeisterschaften und bei der Europameisterschaft in Slowenien sammeln. Und wer weiß: Vielleicht ist ja auch eine Platzierung auf den vorderen Rängen drin.

Die vorderen Ränge peilt auch Jule Peters aus Reichelsheim an. Die 15-jährige Ju-Jutsuka möchte sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und vorne mitmischen. „Es wird zwar nicht leicht, aber mit etwas Glück beim Auslosen meiner Gegner kann ich weit vorne landen“, weiß die Athletin vom JC Erbach. Im vergangenen Jahr wurde sie Deutsche Schülermeisterin in der Altersklasse U15. Ab 2017 muss sie in der U18 antreten. „Da die älteren Gegnerinnen aber auch oft etwas schwerer sind als ich, kämpfen sie meist nicht in meiner Gewichtsklasse. Dann habe ich gute Chancen, weit zu kommen“, ergänzt die Schülerin. Obwohl sie noch keine aufwendigen Fahrten zu Trainingseinheiten im Landes- oder Bundesstützpunkt bezahlen muss, kann sie die finanzielle Zuwendung der DOG gut gebrauchen: „Ich brauche neues Trainingsmaterial. Zum Beispiel ist mein Anzug kaputt. Von daher muss wohl demnächst ein neuer ‚Keigogi’ her“, schmunzelt Peters.


Foto: Landrat Frank Matiaske, die Bürgermeister Willi Kredel (Brombachtal) und
Stefan Lopinsky (Reichelsheim) sowie der 1. Vorsitzende der DOG Odenwald Johann Weyrich (von links)
ehren die Stipendiaten Marlene Reeg und Jule Peters (von links)
während der 22. Auflage von „Junge Könner brauchen Gönner“. (Foto: Arndt Götze)