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Odenwaldkreis

News vom 18.12.2017

Schule in Bewegung 2017

ERBACH. Im Jahr 2011 von der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG), Zweigstelle Odenwaldkreis, im Zusammenwirken mit der Schule am Treppenweg ins Leben gerufen, hat die Aktion "Schule in Bewegung" zwar bisher nur wenige Nachahmer andernorts gefunden, sich im hiesigen Landkreis aber zum Erfolgsmodell entwickelt. Daran ließen Schulleiter Manfred Kirschner und DOG-Kreisvorsitzender Johann Weyrich in Ihren Grußworten keinen Zweifel aufkommen. Anlass war die Siegerehrung des diesjährigen Wettbewerbes in der Kreisstadt.

Ziel der Aktion sei es, die Jüngsten möglichst schon im Kindergartenalter zu erreichen, um sie danach während der gesamten Schulzeit bis ins 21. Lebensjahr für Sport jeglicher Art zu begeistern und zu entsprechenden eigenen Aktivitäten zu motivieren. Weyrich und Kirschner, der zugleich die Funktion des DOG-Schulbeauftragten innehat, wissen um die Bedeutung, die gerade den Lehrinstituten in dieser Hinsicht zufällt. So war es nur konsequent, alle 23 Schulen des Kreises zur Teilnahme an dem Wettbewerb einzuladen. Natürlich ist beiden bewusst, dass damit auch Anforderungen an die Schulleitungen und die Sportfachschaften gestellt werden, die über den schulischen Alltag hinausgehen können. Umso mehr zeigten sich die beiden Verantwortlichen erfreut über die Tatsache, dass immerhin neun Schulen der Einladung gefolgt waren. Die Aktion hat damit in diesem Jahr rund 1400 Schüler erreicht, so Kirschner. Ein beachtenswertes Ergebnis nach Meinung des Schulleiters, der sich allerdings mit dem DOG-Vorsitzenden darin einig war, künftig möglichst noch mehr Schul- und Schülerpotenzial auszuschöpfen. Geldpreise für die drei erstplatzierten Bildungseinrichtungen, gestiftet von der DOG Odenwaldkreis, und ein Wanderpokal sollen hierzu Ansporn sein. Im Vordergrund stehen insbesondere auch gesundheitliche Aspekte, wie Weyrichs Vorgänger im DOG-Vorsitzendenamt, Hubert Hey, bestätigte.

Bewusst wurden also in diesem Wettbewerb nicht die aktiven Schüler ausgezeichnet, sondern diejenigen Schulen, die mit geeigneten Angeboten ihre Kinder in herausragender Weise zusätzlich zu den Lehrplänen sportlich fordern und fördern. Die Arten ihrer Angebote konnten die Schulen in ihren Teilnahmebögen auflisten. Die Juroren ermittelten die Siegerschulen nach einem Punktesystem. Den ersten Platz und damit auch den Wanderpokal errang bereits zum zweiten Mal die Grundschule Wersau mit 125 Punkten, und auch der zweite Platz ging ins Gersprenztal. Für die Rodensteinschule Fränkisch Crumbach gab es 110 Punkte. Bei Punktgleichheit (je 85 Punkte) teilten sich den dritten Platz die Stadtschule Michelstadt und die Grundschule Mossautal. Auf den weiteren Plätzen folgten die Einhardschule Steinbach, die Reichenbergschule Reichelsheim und die Erbacher Schule am Treppenweg, die Grundschule Brombachtal, und die Waldbachschule Zell.

Seit Beginn von "Schule in Bewegung" wurden zu den Ehrungen der Teilnehmerschulen junge Sportler aus der Region eingeladen, die besondere sportliche Erfolge vorweisen können. Ehrengast war diesmal die erst 17-jährige Tanika Rundel aus Beerfelden, die im vergangenen Jahr den Europameistertitel im Ju-Jutsu errang. Die Sportlerin gab einen informativen Überblick über ihre Kampfsportart, die im Grunde auf "schlagen und treten" beruht, wie Rundel lächelnd erklärte. Im Detail klingt das natürlich anders, wie schnell deutlich wurde, und gerade in dieser Sportart üben sich viele Polizeibeamte. Die Schülerin an einem Eberbacher Gymnasium hat sich selbst diesen Beruf zum Ziel gesetzt. Derzeit trainiert sie aber mindestens sechzehn Stunden wöchentlich für den Basissport und zusätzliche zwölf Stunden zur Wettkampfvorbereitung, dies zum Großteil auch in Wiesbaden, wohin ihr Vater sie regelmäßig bringt. Ihre Ziele dabei: Die Teilnahme an der Europameisterschaft der Junioren in Bukarest und die Jugend-WM in Abu Dhabi.

Der Grundgedanke für "Schule in Bewegung" liegt darin, möglichst viele Kinder aller Altersklassen ganzjährig zu sportlichen Aktivitäten anzuregen. Dabei werden insbesondere die gesundheitlichen Aspekte in den Fokus gerückt. Mit ihren derzeit 117 Mitgliedern ist die DOG Odenwaldkreis die drittstärkste Gruppierung ihrer Art in Deutschland, hinter den Gruppen aus Berlin und Süd-Niedersachsen. Und auch mit einem zweiten Projekt engagiert sich die Odenwälder DOG seit 22 Jahren erfolgreich für die Sportförderung junger Menschen: "Junge Könner brauchen Gönner". Interessenten erfahren mehr unter www.dog-odenwald.de

 


(vlnr) Sarah Thomasberger (Stadtschule Michelstadt), Tanika Rundel (Europameisterin Ju-Jutsu, Beerfelden),
Johann Weyrich (Vors. Der DOG Odenwaldkreis), Elke Maas und Carina Alter (Grundschule Wersau),
Manfred Kirschner (DOG-Schulbeauftragter und Leiter der Erbacher Schule am Treppenweg),
Ulrike Hartnagel (Grundschule Mossautal), Hubert Hey (ehemaliger Vors. Der DOG-Odenwaldkreis).


(vlnr) Die Vertreter der teilnehmenden Schulen mit Tanika Rundel (Ju-Jutsu Europameisterin - 5. Von links);
Johann Weyrich (Vors. DOG Odenwaldkreis - 6. Von links),
Manfred Kirschner (DOG-Schulbeauftragter und Leiter der Erbacher Schule am Treppenweg - 5. Von rechts),
Hubert Hey (ehemaliger Vors. DOG Odenwaldkreis - rechts).

Fotos: Hans-Dieter Schmidt