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Fair Play

News vom 15.06.2018

Jung, sportlich, FAIR - Deutsche Olympische Gesellschaft vergibt Fair Play Preis

Mit dem Preis „Jung, sportlich, FAIR“ zeichnet die Deutsche Olympische Gesellschaft e.V. (DOG) im Rahmen Ihrer Fair Play-Initiative besonders faire Gesten im Nachwuchssport aus. Der Preis ist mit insgesamt 1.000 Euro dotiert. Die drei Gewinner wurden vom Präsidium der DOG aus allen Einsendern ermittelt.
Für Peter von Löbbecke, Präsident der DOG, steht fest: „Fair Play ist im Sport das oberste Gebot. Die sportliche Leistung, Fair Play und ethisches Handeln treten viel zu oft in den Hintergrund. Wir freuen uns daher sehr drei würdige Preisträger gefunden zu haben.“
„Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die bei der Preisvergabe nicht berücksichtigt werden konnten, für ihre Bewerbung und der Unterstützung des Fair Play-Gedankens. Sie sind Vorbilder für die vielen Kinder und Jugendlichen im Leistungs- und Breitensport“, so von Löbbecke.

Madita Kopp ist „Jung, sportlich, FAIR“
Der erste Platz von  „Jung, sportlich, FAIR“ geht in diesem Jahr an Madita Kopp. Die 17 Jahre alte Sportlerin ist seit mehreren Jahren im Gewichtheben aktiv, aktuell beim VfL Nagold, und wurde unter anderem 2016 Deutsche Schülermeisterin und 2017 Deutsche Vizemeisterin der Jugend. Bei den letztjährigen Landesmeisterschaften in Baden-Württemberg nahm neben Madita Kopp auch Luca Thimm teil. Der mit Down-Syndrom geborene Newcomer konnte aber auf Grund des damaligen Satzungsrechtes nicht in einer eigenen Special Olympics-Kategorie antreten. Der angepeilte Sieg war damit nicht mehr zu schaffen. Luca landete am Ende, auf einem für ihn enttäuschenden 9. Platz.
Madita Kopp, die kurz zuvor sich selbst den 1. Platz in ihrer Leistungsklasse sichern konnte, erkannte die große Enttäuschung und übergab ganz spontan ihre Goldmedaille ihrem Trainingspartner Luca Thimm. Durch diese selbstlose Aktion zeigte Madita Kopp nicht nur großen Sportsgeist, sondern bewies gelebte Inklusion im Sport. Eine tolle Geste der noch so jungen Tübingerin.

Linus Vennemann – Ehrlichkeit währt am längsten
Der 17-jährige Linus Vennemann ist ein erfolgreicher Mittel- und Langstreckenläufer der LG Osnabrück, der sich in vielfältiger Art und Weise neben Schule und Sport ehrenamtlich für die Leichtathletik engagiert. Bei einem Wettkampf in Rijssen/Niederlande überzeugt Linus Vennemann mit einen bemerkenswerten 3.000m-Lauf. Die Anzeigetafel zeigt eine Zeit von 8:53,4 Minuten, mit der er nicht nur Stadtrekord gelaufen wäre, sondern sich auch für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert hätte. Linus weist jedoch sofort seinen Trainer wie auch die Zielrichter darauf hin, dass die Zeit nicht stimme, schließlich will er sich nicht mit falschen Lorbeeren schmücken. Auch der Hinweis beim Organisator bleibt zunächst ohne Erfolg. Erst am Folgetag hat der Protest erfolgt. Die Zeit wird auf 8:59,28 Minuten korrigiert und reicht am Ende doch zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Linus Vennemanns Ehrlichkeit hat Vorbildcharakter für Fair Play und wird mit dem zweiten Platz bei „Jung, sportlich, FAIR“ honoriert.

Jonas Michelbrink – Kein Sieg um jeden Preis
Das Halbfinale der Berliner Hallenmeisterschaft zwischen den beiden U15-Regionalligisten Tennis Borussia und Hertha BSC verlief  sehr ausgeglichen. Beim  Stand von 4:4 nach Ende der regulären Spielzeit musste ein Neunmeter-Schießen über den Finaleinzug entscheiden. Jonas Michelbrink von Hertha BSC trat an und der gegnerische Keeper parierte seinen Schuss. Doch dann entschied der Schiedsrichter aus unerfindlichen Gründen auf Wiederholung des Neunmeters. Daraufhin setzte Jonas Michelbrink den Ball absichtlich neben das Tor, da es nach seiner Überzeugung keinen Grund für die Wiederholung des Neunmeters gab. Diese selbstlose Aktion betont, dass ein Sieg um jeden Preis nicht erstrebenswert ist. Mit seiner bemerkenswerten Geste wahrte der junge Sportler die fairen Bedingungen beider  Mannschaften im Wettstreit um den Sieg.

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