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KNS

Die KNS hat das Projekt "Bewegungspatenschaften" vom 16. bis 24. Juli mit insgesamt 26 KNS-Schülern des 4. Semesters in Absprache mit dem Münchner Schulamt an 20 Schulen unterwegs und stellten den KNS-Bewegungsprofi vor.

In 300 Klassen mit insgesamt 7.000 Schülern konnte die KNS für über 1.750 Stunden Bewegung sorgen. Einen Einblick in die Aktion gibt es im eigens hierfür produzierten Trailer.

Viel Spaß beim Ansehen!



KNS unterstützt Bewegungspatenschafsprojekt

KNS unterstützt Bewegungspatenschafsprojekt der Deutschen Olympischen Gesellschaft inhaltlich und finanziell

Den Tagesablauf von Grundschülern hat Dr. Frank Obst von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung (BAG)  dokumentiert: „Von 24 Stunden verbringen die Kinder zehn Stunden mit Schlafen, neun Stunden im Sitzen in der Schule, bei Hausaufgaben, Essen, Computer und Fernsehen, vier Stunden mit Stehen und normalem Gehen“, sagt der Diplom-Sportwissenschaftler.

Darum ist es besonders wichtig, die lange Sitzphase in der Schule durch motivierende Bewegungspausen zu unterbrechen, diese bringen Sauerstoff ins Gehirn und verbessern das Aufmerksamkeitsniveau!

Die KNS (Kleine-Nestler-Schule), neuer Partner der Deutschen Olympischen Gesellschaft, will Schülern und Lehrern den Spaß am Bewegen näherbringen! Das Interview mit Gabriela Bastian, Leiterin der KNS, führte Dr. Christian Tröger.

Wer ist die KNS?

Die KNS ist eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für Gymnastik, Sport, Fitness und Tanz. Unsere Schüler schließen nach 3 Jahren Vollzeitausbildung mit einem Examen der Fakultät für Sport und Gesundheit in München als „Staatlich geprüfte Gymnastiklehrer“ ab.

Wie ist die KNS auf das Bewegungspatenschafts-Projekt der Deutschen Olympischen Gesellschaft aufmerksam geworden?

Kinder sind unsere Zukunft! Je früher wir diese Zielgruppe für Bewegung begeistern können und somit das Körpergefühl steigern, desto bewusster werden Sie mit Ihrer Gesundheit in Ihrem weiteren Leben umgehen.
Nachdem die Deutsche Olympische Gesellschaft das attraktive und konzeptionell gut durchdachte  Projekt „Bewegungspatenschaften“ initiiert hatte,  hofften wir mit unserem „KNS-Bewegungsprofi“ auf offene Ohren zu stoßen.

Was war/ist Ihre Motivation zur Teilnahme?

Staatlich geprüfte Gymnastiklehrer arbeiten als Bewegungspädagogen mit den unterschiedlichsten Zielgruppen in verschiedensten Institutionen.
Dass der Bedarf an Bewegung besonders bei Kindern und Jugendlichen in einer digitalen Umwelt immer größer wird,  haben wir an der KNS schon lange erkannt.
Kinder  und Jugendliche brauchen „reale“ visuelle, akustische und taktile Reize. Diese sollen in Bewegungspausen, die Spaß machen, aber auch ganzkörperlich anstrengend sind, dem drastisch ansteigenden allgemeinen Bewegungsmangel entgegenwirken. Unser Ziel in diesem Projekt war, dass die KNS-Schüler dies nicht nur in der grauen Theorie kognitiv lernen sondern diesem gesellschaftlichen Problem aktiv, eigenverantwortlich und kreativ entgegenwirken.
Sie waren sowohl in der Entwicklung des Programms als auch in der Auswahl der Geräte mit eingebunden. So war es ihnen möglich, überzeugend und authentisch den Kindern und Jugendlichen „Ihr“ Programm zu vermitteln.

Welche Aktionen haben stattgefunden bzw. sind noch geplant?

Vom 16. bis 24. Juli waren 26 KNS-Schüler des 4. Semesters in Absprache mit dem Münchner Schulamt an 20 Schulen unterwegs und stellten den KNS-Bewegungsprofi vor.
In 300 Klassen mit insgesamt 7000 Schülern konnte die KNS für über 1750 Stunden Bewegung sorgen. Ein eigens hierfür produzierter Trailer gibt Einblick in die Aktion: www.kns-move.com. (Anmerkung der Redaktion: Das Video ist ab sofort auch auf der Website sowie der neu konzipierten Facebook-Seite der DOG zu sehen)


Die KNS stellt diese spezielle „Bewegte Pause“ sowohl 2013 beim Turnfest als auch schon dieses Jahr bei Lehrerfortbildungen vor. Außerdem können s.g. Inhouse Schulungen gebucht werden. Ende September haben wir im Rahmen des KNS Showevents „Kontakt“ im bekannten Münchner Gasteig zugunsten des Projektes „Bewegungspatenschaften“ eine Spendengala initiiert und durften am Ende einen großen symbolischen Scheck an die Deutsche Olympische Gesellschaft überreichen.

Was unterscheidet den „KNS-Bewegungsprofi“ von anderen bewegten Pausen?
Die 10-bis 15- minütige bewegte Pause wurde von den Dozenten der KNS speziell für Schulen bzw. Schüler konzipiert. Das Programm trainiert neben Kraft, Reaktion, Gleichgewicht und Rhythmisierungsfähigkeit auch mit Hilfe spezieller TOGU-Geräte „Brasils“ sehr effektiv die Tiefenmuskulatur. Das Schütteln der propriozeptiven Geräte verbessert neben der Muskelkraft speziell auch die Muskelkoordination, eine präventive aber auch ausgleichende Maßnahme gegen die immer größer werdende Zahl von Haltungsschwächen    

Durch die sehr abwechslungsreichen und kreativen Möglichkeiten des bewegten Lernens bietet der „KNS-Bewegungsprofi“ Lehrern die Möglichkeit, die kognitive Leitungsfähigkeit der Schüler - verknüpft mit viel Spaß - zu verbessern und die Konzentration zu steigern.
Jeder einzelne Schüler für sich, aber auch die ganze Klasse als Team kann eine deutliche  Leistungszunahme spüren. Die verbesserte Körperwahrnehmung durch bewusst ausgeführte Bewegung wirkt sich natürlich auch positiv auf das Selbstbewusstsein der Schüler aus.
Die Umsetzung ist denkbar einfach: pro Schule ist ein Klassensatz „Brasils“ ausreichend, der dann von Klasse zu Klasse weitergegeben werden kann. Jeder Schüler kann an seinem Platz verbleiben, da sowohl Stuhl als auch Tisch im Programm als „Geräte“ verwendet werden.
Jeder Lehrer kann durch den hohen Aufforderungscharakter der verwendeten sensomotorischen Geräte alle Übungen anhand des Übungsplakats sofort umsetzen. Seiner eigenen Kreativität sind hierbei zudem keine Grenzen gesetzt.

Wie war die Resonanz bei den Schülern und Lehrern?
Nicht nur die große Zahl an bewegten Schülern, sondern auch deren Bewertung des Programms machten das Projekt zu einem Erfolg. Die Schüler wurden nach Durchführung der bewegten Pause nach ihrer Meinung gefragt. 5532, d.h. 80% der  Schüler bewerteten den "Bewegungsprofi" sehr positiv. Auch die Lehrer sollten ein direktes Feedback geben, welches ohne Ausnahme überaus positiv ausfiel.

Geht das Projekt 2013 weiter?
Die KNS wird im kommenden Jahr wieder neue Schulen in und um München bewegen aber auch bei regelmäßig trainierenden Partnerschulen mit einem eigens für dieses Programm entwickelten Test die Leistungsverbesserung der vielen „Bewegungsprofis“ nachweisen. In Kooperation mit dem Bundesverband der Berufsfachschulen für Gymnastik und Sport (BBGS) und dem DTB wird im Anschluss an das Turnfest eine bundesweite Umsetzung des „Bewegungsprofis“ starten. Damit kann die Olympische Idee in viele Klassenzimmer Einzug halten.

Ihr Fazit?
Unser Ziel als staatlich geprüfte Gymnastiklehrer ist es, Bewegung bewusst zu machen. Dass die KNS im Rahmen der Aktion „Bewegungspatenschaften“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft als ausführender Bewegungspate  dabei sein durfte macht uns sehr stolz. Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung wieder näher zu bringen, um ihre körperliche und psychische Gesundheit zu fördern, sollte oberstes Ziel unserer Gesellschaft sein! Und hier können wir uns dem Motto der Deutschen Olympischen Gesellschaft „Leistung macht Spaß“ uneingeschränkt anschließen.

 

Wir bedanken uns bei Gabriela Bastian - staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin,  Schulleitung KNS, stellv. Vorsitzende des DGymB- Berufsverband der Gymnastiklehrer - für das Interview.